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SolHeizTech - Finanzierung der energetischen Sanierung im Jahr 2025 – BAFA und KfW
SolHeizTech - Finanzierung der energetischen Sanierung im Jahr 2025 – BAFA und KfW

Finanzierung der energetischen Sanierung im Jahr 2025 – BAFA und KfW

2025 stehen in Deutschland umfangreiche Fördermittel für die energetische Sanierung durch BAFA und KfW bereit. Der Antrag sollte vor Beginn der Arbeiten gestellt werden, und für Privathaushalte gibt es eine staatliche Förderung von bis zu 70 % der Modernisierungskosten. Wichtig sind ein Energieaudit, ein Sanierungskonzept und die Reihenfolge: erst der Antrag, dann der Vertrag für die Arbeiten.

Was ist das BAFA und die KfW

Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, das eine Schlüsselrolle bei der Umstellung auf erneuerbare Energien in Deutschland spielt. Das BAFA ist zuständig für die Verteilung direkter staatlicher Subventionen (Zuschüsse) an Privatpersonen, Unternehmen und Versorgungsunternehmen. Im Energiesektor finanziert das BAFA:

  • Installation von Wärmepumpen
  • Einbau von Solaranlagen
  • Modernisierung von Heizungsanlagen
  • Energetische Sanierung von Wohngebäuden
  • Implementierung von Smart-Home-Lösungen

Die Anträge werden über eine Online-Plattform eingereicht, und die Zahlungen erfolgen, nachdem das Projekt durchgeführt wurde und die Kosten bestätigt sind. In der Regel deckt der Zuschuss 15 % bis 40 % der Projektkosten ab, abhängig von der Art der Anlage, ihrer Effizienz und dem Umfang der Modernisierung.

Offizielle Website: bafa.de

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine staatliche Förderbank, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde und sich heute auf die konzessionäre Finanzierung von Umwelt-, Bau- und Sozialprojekten spezialisiert hat. Die KfW bietet:

  • Zinsgünstige Kredite für Energieeffizienzmaßnahmen
  • Zuschüsse zur teilweisen Schuldentilgung
  • Partnerschaft mit lokalen Banken - Sie können den Antrag über Ihre Bank stellen

Für 2025 sind folgende Förderprogramme verfügbar:

  • Fotovoltaikanlagen mit Batterien
  • Ersatz von alten Heizungsanlagen durch Wärmepumpen
  • Dämmung von Fassaden, Dächern und Fenstern
  • Digitale Energiemanagementsystem
  • Kauf oder Bau von energieeffizientem Wohnraum

Insbesondere das Programm KfW 270 fördert die Installation von PV-Anlagen mit Speicher mit bis zu 50.000 Euro, und das Programm KfW 442 kann in Kombination mit dem BAFA die Projektkosten um mehrere zehn Prozent senken.

Offizielle Website: kfw.de

Was ist der Unterschied?

  • Das BAFA ist ein Zuschuss: Sie bekommen einen Teil der Kosten nach der Durchführung des Vorhabens erstattet.
  • Bei der KfW handelt es sich um einen Kredit: Sie erhalten die Mittel im Voraus, und manchmal wird ein Teil der Schulden erlassen, wenn das Projekt nach Energieeffizienzkriterien durchgeführt wird.

Warum ist die energetische Sanierung jetzt so wichtig?

1. Hohe Energiepreise

Die Preise für Gas, Strom und Heizöl befinden sich weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Auch wenn sich der Markt stabilisiert hat, belaufen sich die Kosten für die Beheizung eines Privathauses oft auf 2.000-4.000 € pro Jahr, vor allem, wenn eine alte Gas- oder Ölanlage verwendet wird. Durch eine energetische Sanierung können diese Kosten um bis zu 50-80 % gesenkt werden, z. B. durch Isolierung, neue Fenster oder den Einbau einer Wärmepumpe.

2. Neue gesetzliche Anforderungen: GEG 2024

Ab dem 1. Januar 2024 ist das überarbeitete Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) in Kraft. Es sieht Folgendes vor:

  • Verbot der Installation neuer Gaskessel ohne einen Anteil an erneuerbaren Energien;
  • Obligatorischer Übergang zu 65% erneuerbarer Energie in Heizungsanlagen für Neubauten;
  • Strengere Anforderungen an die Wärmedämmung bei der Sanierung und dem Austausch von Bauteilen (Fenster, Fassaden, Dächer).

Das bedeutet: Bei jeder größeren baulichen Veränderung ist eine energetische Sanierung gesetzlich vorgeschrieben.

Neue gesetzliche Anforderungen: GEG 2024

3. Verpflichtung zur Klimaneutralität bis 2045

Deutschland hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Dies setzt grundlegende Veränderungen im Wohnungssektor voraus, der eine der größten CO₂-Emissionsquellen ist (bis zu 30 % des Energieverbrauchs). Um dieses Ziel zu erreichen, fördert die Regierung die Modernisierung von Altbauten durch BAFA- und KfW-Programme, die einen Teil der Kosten kompensieren.

4. Steigende Kosten für CO₂-Emissionen

Ab 2025 wird der Preis pro Tonne CO₂ in der EU auf 45-50 € steigen, was sich auf die Rechnungen für Gas, Heizöl und sogar Strom (wenn er nicht aus erneuerbaren Quellen stammt) auswirken wird. Eigentümer von nicht sanierten Gebäuden sehen sich bereits jetzt mit steigenden Kosten konfrontiert: Ein unsaniertes Gebäude kann jährlich bis zu 2.000 € mehr an Energiekosten verursachen als ein modernes Haus.

5. Alter Wohnungsbestand - eine Herausforderung und eine Chance

Rund 60 % der Gebäude in Deutschland wurden vor 1978 gebaut, als es noch keine Energieeffizienzstandards gab. Diese Gebäude:

  • haben eine dünne Fassade ohne Dämmung,
  • alte Fenster mit geringer Wärmedämmung,
  • ineffiziente Heizungsanlagen,
  • fehlende Lüftung mit Rückgewinnung.

Dies sind die Hauptziele für die Renovierung. Mit dem richtigen Ansatz und staatlicher Unterstützung kann die Modernisierung den Komfort verbessern, die Kosten senken und den Immobilienwert um 15-25 % steigern.

Welche Arbeiten gehören zur energetischen Sanierung?

2025 geht der Trend klar zur ganzheitlichen Sanierung statt Einzelmaßnahmen (z. B. nur der Austausch von Fenstern), sondern als ganzheitliches Projekt, das mehrere Komponenten auf einmal umfasst. Die häufigsten davon sind:

1. Austausch der Heizungsanlage

  • Wärmepumpe: die beliebteste Lösung aufgrund der Kombination aus Effizienz, Förderung durch das BAFA und der Möglichkeit der Integration mit einer PV-Anlage.
  • Pelletheizung: eine umweltfreundliche Alternative zu Gas und Öl in Regionen ohne zentrales Netz.
  • Hybridsysteme (z.B. Wärmepumpe + Gas): eine vorübergehende Übergangslösung.

2. Wärmedämmung von Gebäuden

  • Fassade: Dämmung der Außenwände (z.B. mit Mineralwolle oder EPS) reduziert den Wärmeverlust um 20-30%.
  • Dach: besonders wichtig bei Häusern mit einem bewohnten Dachgeschoss; die Dachdämmung verringert die Belastung der Heizungsanlage.
  • Kellergeschoss/Decke: vermeidet Verluste durch den kalten unteren Teil des Hauses.

3. Modernisierung von Fenstern und Türen

  • Einbau von energieeffizienten Fenstern mit Dreikammer-Doppelverglasung (Uw ≤ 0,95 W/m²K).
  • Abgedichtete Eingangstüren mit einem reduzierten Wärmeleitkoeffizienten.
  • Betonung auf dichten Einbau zur Vermeidung von Kältebrücken.

4. Einbau einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung

  • Mit einer kontrollierten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung können Sie bis zu 90 % der Wärme der Abluft zurückhalten.
  • Sie sorgt für einen konstanten Luftaustausch, ohne dass die Fenster geöffnet werden müssen, und verbessert so den Komfort und die Luftqualität.

5. Installation einer Photovoltaikanlage (PV) und von Batterien

  • Mit Solarmodulen (Photovoltaik) können Sie Ihren eigenen Strom erzeugen.
  • Batteriesysteme (Speicher) speichern Energie für Nächte oder bewölkte Tage.
  • Die Integration mit einer Wärmepumpe, einer Ladestation für Elektrofahrzeuge oder mit Steuerungssystemen ist möglich.

6. Intelligentes Energiemanagement

  • Das Smart Meter Gateway ist eine wesentliche Komponente für die genaue Messung, Netzanbindung und Verbrauchskontrolle.
  • Smart-Home-Systeme automatisieren Heizung, Beleuchtung, Autoladung usw. und senken so den Verbrauch um bis zu 20 %.
  • Sie können mit Wettervorhersagen, Tarifen und Echtzeit-Bedürfnissen des Hauses integriert werden.

Intelligentes Energiemanagement

Zusätzlich zu den Hauptarbeiten kann die energetische Sanierung Folgendes umfassen:

  • Austausch von Heizkesseln und Heizstellen,
  • Optimierung der Auslegung des Heizungsnetzes,
  • Isolierung von Nähten, Fugen, Kellern und Dachbodentreppen,
  • Einbau von passiven Elementen wie Außenjalousien oder Sonnenschutzfassaden.

Tipp: Eine erfolgreiche energetische Sanierung beginnt mit einem Energieaudit - ein zertifizierter Fachmann erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan, mit dem Sie maximale Zuschüsse (bis zu 50 % der Kosten nach BEG) erhalten können.

Wichtigste Förderprogramme im Jahr 2025

Programm

Organisation

Art der Förderung

Höchstentschädigung

BEG EM

BAFA

Direktzuschuss

bis zu 70%

BEG WG / NWG

KfW

Teilentschädigungsdarlehen

bis zu 150.000 € Darlehen/Objekt

KfW 261

KfW

Sanierungsdarlehen

ab 0,01% p.a.

Steuerbonus Sanierung

Finanzamt

Steuerabzug

bis zu 20% der Kosten

Welche Schritte sollten unternommen werden?

1. Energieberatung

Wenden Sie sich an einen zertifizierten Energieberater mit BAFA-Zulassung. Er führt eine detaillierte Analyse Ihres Gebäudes durch: Wärmeverluste, Zustand der Fenster, Dächer, Heizungsart, Möglichkeiten für Photovoltaik, Lüftung usw.

Einen Experten finden Sie auf dem offiziellen Portal:  energie-effizienz-experten.de

2. Erstellen Sie einen Sanierungsfahrplan (iSFP)

Dies ist ein Schritt-für-Schritt-Fahrplan für die energetische Modernisierung des Gebäudes: welche Arbeiten sollten in welcher Reihenfolge durchgeführt werden und welche Auswirkungen sind zu erwarten.

  • Der Plan erstreckt sich über einen Zeitraum von 5-15 Jahren und ermöglicht eine schrittweise Umsetzung.
  • Bei Vorliegen eines iSFP werden die BAFA-Zuschüsse um 5 % aufgestockt (der so genannte iSFP-Bonus).
  • Der Plan wird unter Verwendung der genehmigten iSFP-Vorlage erstellt und muss in das BAFA-System eingegeben werden.
  • Der iSFP ist Voraussetzung für viele BEG-Programme (Bundesförderung für effiziente Gebäude) obligatorisch.

3. Antrag auf Förderung stellen

ACHTUNG! Der Antrag muss gestellt werden, BEVOR Verträge abgeschlossen werden oder die Arbeiten beginnen. Das ist entscheidend - wenn Sie einen Vertrag unterschreiben oder Arbeiten in Auftrag geben, bevor Sie den Antrag eingereicht haben, wird die Zahlung automatisch abgelehnt.

Je nach Programm:

  • Bei BAFA (Zuschüsse): Der Antrag wird über das BAFA-Online-Portal gestellt.
  • Bei der KfW (Darlehen): Die Antragstellung erfolgt durch die kreditgebende Bank in Zusammenarbeit mit Ihnen (über die KfW-Online-Plattform).

Der Antrag kann entweder vom Hauseigentümer selbst oder von einem autorisierten Energieberater/Architekten gestellt werden. Im Antrag werden die Art der Arbeiten, der Kostenvoranschlag und die ausgewählten iSFP-Maßnahmen angegeben.

4. Verträge abschließen und mit den Arbeiten beginnen

Nach Erhalt des Zuwendungsbescheids können Sie Verträge mit Bauunternehmen abschließen:

  • Sie können Verträge mit Auftragnehmern abschließen, Material bestellen und mit der Projektdurchführung beginnen.
  • Wenn die Finanzierung ein KfW-Darlehen umfasst, überweist die Bank die Mittel entsprechend dem Plan.
  • Alle Arbeiten müssen so ausgeführt werden, wie sie im Antrag und im Energieaudit beschrieben sind. Eventuelle Abweichungen müssen vereinbart werden.

Gerade 2025 ist es ratsam, ausschließlich zertifizierte Fachunternehmen zu beauftragen, da dies die Qualität garantiert und von vielen Programmen gefordert wird.

5. Reichen Sie die Abschlussdokumentation ein

Sobald die Arbeit abgeschlossen ist, sollten Sie sie sammeln:

  • Ausgabenbelege (Rechnungen, Zahlungen, Kontoauszüge),
  • Fotografien (vorher/nachher),
  • Bericht eines Energieberaters (manchmal ein neuer iSFP),
  • Bestätigung über die Einhaltung der Programmanforderungen.

Für das BAFA werden die Unterlagen über ein Online-Portal eingereicht.

Bei der KfW - über die Bank oder spezielle digitale Schränke.

Wenn alles richtig gemacht wurde, erhalten Sie die Vergütung (Zuschuss) innerhalb von 6-12 Wochen.

Tipp: Um Fehler in der Reihenfolge zu vermeiden, nutzen Sie die offizielle BAFA/KfW-Checkliste oder wenden Sie sich an einen unabhängigen Energieberater (Berater mit Förderkompetenz). Im Jahr 2025 entscheidet die richtige Reihenfolge der Maßnahmen über den Erfolg der Finanzierung.

Reichen Sie die Abschlussdokumentation ein

FAQ

1. Ist es möglich, eine Finanzierung für eine Teilsanierung zu erhalten? 

Ja, im Rahmen des BAFA-Programms kann auch nur ein Element (z. B. nur eine Wärmepumpe) gefördert werden.

2. ist ein Energieaudit erforderlich? 

Für die meisten Programme, ja. Ohne ein solches Audit ist eine Förderung nicht möglich.

3. Wie lange dauert es, einen Antrag zu bearbeiten? 

Zwischen 4 und 12 Wochen, je nach Programm.

4. Können die Programme kombiniert werden? 

Ja, BAFA, KfW und Steuerkredite sind kombinierbar.

5. Brauche ich eine Genehmigung für die Sanierung? 

Für äußere Veränderungen (z.B. Fassade, Dach), manchmal ja. Prüfen Sie die örtlichen Vorschriften.

6. Wer kann einen Antrag stellen? 

Hauseigentümer, Wohnungen, Genossenschaften, sogar Mieter mit Zustimmung des Eigentümers.

7. Gibt es Fördermittel für Neubauten? 

Nein. Die Programme sind ausschließlich auf die Modernisierung bestehender Gebäude ausgerichtet.

8. Wie kann ich herausfinden, ob mein Gebäude für eine Renovierung in Frage kommt? 

Lassen Sie sich von einem Energieberater beraten. Ältere Gebäude haben oft ein großes Potenzial zur Reduzierung von Energieverlusten.

Fazit

2025 bietet ideale Voraussetzungen für die energetische Sanierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland. Finanzierungen von bis zu 70 %, vereinfachte Bedingungen, automatisierte Online-Anträge und eine hohe Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen schaffen ein einzigartiges Zeitfenster. Wenn Sie planen zu dämmen, eine neue Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage zu installieren, beginnen Sie mit einem Energieplan und lassen Sie sich von einem Energieberater beraten. Jeder verschwendete Winter ist ein Verlust an Energie, Komfort und Geld.

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